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LPPL 2026 — Plzeň

Im Zentrum unserer Tagung am 12./13. November 2025 an der Westböhmischen Universität Pilsen steht das Thema der politischen Diskurse in Europa. Wir freuen uns auf Ihre Anmeldungen.
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AKTUELLE INFORMATIONEN

Konferenz LPPL 2026 — Plzeň (12.—13. November)

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LPPL 2026 — Pragmatik und politische Diskurse in Europa

 

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

wir laden Sie herzlich zur dritten Tagung in unserer LPPL-Reihe Linguistische Pragmatik Pilsen | Liberec ein. Die Veranstaltung findet in diesem Jahr am 12. und 13. November 2026 in Pilsen statt. Das Rahmenthema lautet Pragmatik und politische Diskurse in Europa.

Das Verhältnis von Sprache und Politik ist nicht erst seit kurzem im Fokus der Aufmerksamkeit der linguistischen Pragmatik. Doch rechtfertigt die Dynamik gesellschaftlicher Entwicklungen in Europa, die sich mit Stichwörtern wie Corona-Pandemie, Ukraine-Krieg, Renationalisierung, Populismus, Disruption einerseits und Europa als Zukunftsprojekt andererseits ansprechen lassen, zu fragen, welche Beiträge die Pragmatik zur Analyse und zum Verstehen dessen leisten kann, was gerade in Europa passiert.

Die Tagung in Pilsen versteht sich als Forum, auf dem Forscherinnen und Forscher aus unterschiedlichen Fachrichtungen ihre Positionen vorstellen und diskutieren. Das geschieht nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Beobachtung, dass gerade in den Sozialwissenschaften, der Grenzen überschreitende Austausch innerhalb Mitteleuropas intensiviert werden sollte.

Wir sind auch aus diesem Grund offen für Beiträge in drei Konferenzsprachen Tschechisch, Deutsch und Englisch.

Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge für Beiträge, die aus der Perspektive sprachlichen Handelns in sozialen Kontexten Untersuchungen zu Fragen vorstellen wie die folgenden:

  • Wie haben sich politische Diskurse in Europa und in einzelnen europäischen Ländern in den letzten Jahren sprachlich-kommunikativ verändert?
  • Wie lassen sich Methoden und Konzepte der klassischen Pragmatik, unterschiedlicher Ansätze der Gesprächsforschung und der Interaktionalen Soziologie konkret zur Analyse der hier im Fokus stehenden Phänomene nutzen?
  • Sind diese Entwicklungen disruptiv oder wiederholt sich vielmehr etwas, was bereits zu beobachten ist, wenn man größere Zeiträume in den Blick nimmt?
  • Sind in einem kulturell, sprachlich, ökonomisch, politisch diversen Kontinent europäische politische Diskurse über die nationalen Grenzen hinweg möglich?
  • Populismus ist ein Schlagwort, mit dem die Kommunikation vieler Akteurinnen und Akteure im öffentlichen Raum vielfach charakterisiert wird. Gibt es Beispiele für nicht-populistische politische Kommunikationsstrategien? Was zeichnet sie aus? Können sie politisch erfolgreich sein?

Da wir nach wie vor der Überzeugung sind, dass Mehrsprachigkeit auch im wissenschaftlichen Diskurs die Perspektiven erweitert und wechselseitig inspirierend wirken kann, und im Anschluss an die Erfahrungen, die wir damit bei den LPPL-Tagungen 2024 und 2025 gemacht haben, möchten wir im Rahmen unserer Konferenz einen sprachlich vielfältigen Raum bieten, indem wir als Konferenzsprachen Deutsch, Englisch und Tschechisch vorsehen. Um jedoch sicherzustellen, dass diese Mehrsprachigkeit die Diskussionen nicht behindert, bitten wir um Folienpräsentationen oder Handouts in einer anderen Sprache als der des mündlichen Vortrags (z. B. ein Vortrag in Tschechisch mit Folien in Englisch) oder um mehrsprachige Präsentationen.

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldungen (bis 31. 8. 2026) über Google Forms mit Ihren Vortragvorschlägen und einem ausführlichen Abstract von ca. 1.200 Schriftzeichen inklusive einigen wenigen Literaturhinweisen. Auch angesichts des mehrsprachigen Charakters der Tagung möchten wir die Abstracts rechtzeitig vor der Tagung mit allen Teilnehmenden teilen. Bis zum 10. Oktober können Sie sich auch ohne eigenen Vortrag zur Konferenz anmelden.

Bei Fragen kontaktieren Sie uns bitte per E-Mail: lppl@knj.zcu.cz